Ich bin
einzigartig,
so gedacht,
so gewollt.
Meine Aufgabe ist es,
mich zu entdecken,
mich zu entfalten,
ich zu werden,
ich zu sein.

Max Feigenwinter

Leitbild

Kinder sind einzigartig in ihrer Persönlichkeit. Mit individuellen Eigenarten, Fähigkeiten und Begabungen bringen sie ihre eigene, persönliche Lebensgeschichte mit. Diese Individualität achten wir mit großer Wertschätzung.

Das Kind selbst ist der Akteur seiner Entwicklung. Nach Maria Montessori hat jedes Kind seinen eigenen inneren Bauplan. Demnach entwickelt sich jedes Kind nach seinem eigenen, individuellen Tempo und nach seinen momentanen Bedürfnissen. Wir sind Begleiter dieses Bauplans und „holen das Kind da ab, wo es steht“, das heißt, wir setzen am individuellen Entwicklungsstand des Kindes an.
Daher arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz. Wir greifen aktuelle Bedürfnisse und Situationen, die für das Kind von Bedeutung sind, auf und thematisieren diese. So machen wir sie zur Grundlage von Projekten, Spielen, Zeichnungen oder Gesprächen.

Die Aufgabe wechselt nicht nur von Mensch zu Mensch
entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person,
sondern auch von Stunde zu Stunde,
gemäß der Einmaligkeit jeder Situation.
Viktor Frankl

Jedes Kind hat ein Recht auf seine persönliche Entwicklung – mit seinen Stärken und „Schwächen“. Wir begleiten es basierend auf christlichen Werten auf seinem individuellen Weg.
Der Integrationsgedanke bedeutet, dass alle Kinder in unserer Gemeinschaft willkommen sind und alle von- und miteinander lernen.

Unserer pädagogischen Inhalte

In jedem Kind liegt eine Goldgrube, die es zu entdecken gilt.
Maria Aarts

Kinder vollziehen ihren Lernprozess selbst, unsere Aufgabe besteht darin, ihnen eine angenehme und förderliche Lernatmosphäre anzubieten und sie bei ihrem Bildungsprozess zu begleiten und zu unterstützen.
Bildung, Lernen und Leben sind sehr komplex, sodass vielfältige Ziele zu erreichen sind.

Um den Kindern zu ermöglichen, diese Ziele zu erreichen, gestalten wir die Bildung und das Zusammenleben mit den Kindern gemäß der folgenden pädagogischen Grundprinzipien:

  • Wir achten jedes Kind als einzigartige, eigenständige Persönlichkeit, die  von Anfang an ihre Bildung und Entwicklung mitgestaltet (Partizipation).
  • Gemäß dem Grundgedanken der Inklusion in Verbindung mit unserem christlichen Menschenbild und den entsprechenden Werten nehmen wir jedes Kind in seiner Individualität an.
  • Wir führen gezielte Beobachtungen durch, um den individuellen und  situativen Bedarf der Kinder festzustellen und darauf eingehen zu können.
  • Wir schaffen eine wertschätzende Atmosphäre als Grundlage für Zusammenleben und Bildung.
  • Im Umgang mit den Kindern sind uns Herzlichkeit, Ehrlichkeit, Freude und Inspiration besonders wichtig.
  • Als Grundlage für das Bildungsgeschehen bauen wir mit den Kindern pädagogische Beziehungen auf.
  • Die Kinder erhalten Zeit und Raum, um von und miteinander zu lernen, wobei wir unsere Vorbildfunktion bewusst einsetzen (Ko-Konstruktion).
  • Dem aktuellen Bildungsverständnis entsprechend ermöglichen wir es den Kindern spielerisch und kindgemäß zu lernen.
  • Die Kinder erhalten viel Zeit, um sich im freien Spiel auf Selbstbildungsprozesse einlassen zu können.
  • Die Räume sind so gestaltet und mit Materialien ausgestattet, dass die Kinder sich in allen Bildungsbereichen bezogen auf die Basiskompetenzen bilden und entfalten können.
  • Gezielte Bildungsangebote stimmen wir unter dem Prinzip der Ganzheitlichkeit auf die Lebenssituationen und Bedarfe der Kinder ab.
  • Gemäß des aktuellen Bildungsverständnisses gestalten wir Bildungsprozesse auf ganzheitliche Weise im Lebensalltag der Kinder (situationsorientierter Ansatz).
  • Um den Kindern in ihrem Wesen gerecht zu werden und ihre Resilienz zu fördern, achten wir auf eine ausgeglichene Gestaltung des Tages und bieten den Kindern Möglichkeiten zur Bewegung und Entspannung an.

Folgende Grundprinzipien möchten wir im Folgenden näher ausführen:

Partizipation

Dreh- und Angelpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist für uns das einzelne Kind. Es geht darum, immer wieder Bildungsprozesse für die einzelnen Kinder und die Gruppe anzuregen. Dabei werden die Kinder aktiv beteiligt. Zur Partizipation (Teilhabe) gehört, dass wir die Bedürfnisse der Kinder durch Beobachtungen erkennen  und darauf eingehen, sowie dass wir die Kinder zu sie betreffenden Inhalten befragen (Mitsprache). Stimmen die Kinder für eine Wahlmöglichkeit ab bzw. entscheiden sie sich dafür, erlernen sie die Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen. In der Umsetzung ihrer Entscheidungen erlernen die Kinder selbstbestimmtes und -verantwortetes Handeln. Die Kinder erleben sich in ihren Kompetenzen und werden sich bewusst, dass sie ihr Leben selbst (mit-)gestalten und bestimmen können (Selbstwirksamkeit). Somit dient die Umsetzung der Partizipation neben beispielsweise sozialen und sprachlichen Förderaspekten auch der Wertschätzung der Persönlichkeit der Kinder.

Der Demokratieaspekt kommt bei Gruppenentscheidungen zum Tragen. Die Kinder geben ihre Stimmen ab und lernen auch Gemeinschaftsentscheidungen zu akzeptieren und mit zu tragen. Wir achten darauf, dass eine Ausgewogenheit zwischen Selbstbestimmung und Gemeinschaftsgedanken bzw. einem geregelten Ablauf besteht. Auf diese Weise werden die Kinder darauf vorbereitet, sich mit ihren Belangen aktiv in eine Gemeinschaft einzubringen und einzugliedern.

Das Freispiel beinhaltet vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung der Partizipation. Wir bieten den Kindern durch die Raumgestaltung und das Materialangebot (der Raum als dritter Erzieher) sowie mittels unserer Freispielbegleitung den Rahmen für ihre Selbstbildungsprozesse.

Als festen Bestandteil im Kindergartengeschehen beziehen wir die Kinder bei Kinderkonferenzen und Gesprächsrunden aktiv ein. Sie haben z. B. die Möglichkeit, Ideen für gezielte Angebote, Feste usw. einzubringen. An der Gestaltung der Umsetzung sind die Kinder gemäß ihrer Vorstellungen und Möglichkeiten auch beteiligt.

Ko-Konstruktion

Ko-Konstruktion bedeutet von und mit einander zu lernen. Im Zusammensein in unseren Gruppen lernen die Kinder von einander und von  uns Fachkräften und wir alle lernen miteinander.  Bildung und Lernen finden im Austausch miteinander statt und werden
ko-konstruktiv gestaltet. Der Schlüssel dieses Ansatzes ist die soziale Interaktion mit gegenseitigem Vertrauen. Im Vordergrund steht die gemeinsame Erforschung von Bedeutungen. Der Lernweg wird höher bewertet als das Endergebnis (Lernen lernen).
Mit Erwachsenen Bedeutungen zu ko-konstruieren, hilft den Kindern zu lernen, wie sie gemeinsam mit anderen Probleme lösen können.  Ko-Konstruktion ist ein wichtiger didaktisch-pädagogischer Ansatz, um das aktuelle Verständnis- und Ausdrucksniveau der Kinder in allen Bildungs- und Entwicklungsbereichen zu erweitern.
Die Beziehung bzw. Bindung stellt die Basis für Lernen und insbesondere für ko-konstruktives Lernen dar. Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, tragfähige Bindungen mit den Kindern aufzubauen und zu pflegen. Wir betrachten uns als Begleiterinnen auf dem Bildungsweg der Kinder und lernen lebenslang weiter mit.

Christlich religiöse Erziehung

Da wir ein katholischer Kindergarten sind, liegt ein Schwerpunkt unseres pädagogischen Angebots in der christlichen Erziehung. Neben der kindgerechten Vermittlung von grundlegenden Glaubensinhalten liegt es uns am Herzen, den Kindern christliche Werte erlebbar nahe zu bringen. Hierbei spielen wir Erwachsene als Vorbilder und Wegbegleiter eine bedeutende Rolle.

Unsere liebevolle und achtungsvolle Umgangsweise basierend auf unserem christlichen Menschenbild eröffnet den Kindern Zugänge zu religiösen Grunderfahrungen wie

  • Geborgenheit
  • Vertrauen
  • Angenommen sein

Bei uns machen die Kinder Erfahrungen mit christlichen Traditionen,
 Ritualen und Symbolen. Sie erleben kirchliche Feste und gottesdienstliche Gemeinschaft.

Gemäß dem Prinzip der Inklusion legen wir großen Wert auf die Offenheit für den interreligiösen Dialog und betrachten bevorzugt die Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen.